Goaßlschnalzer

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Unserer aktuelle Schnalzergruppe

Das Goaßlschnalzen in der ursprünglichen Form findet ihren Ursprung bei den Rosserern und Fuhrmannsleuten. Zu dieser Zeit diente das Schnalzen zur Erkennung und Warnung an unübersichtlichen Stellen. Mit der Modernisierung der Landwirtschaft wurden die Fuhrwerke immer weniger. Die Neubelebung diesen alten Brauches fand 1963 durch die Priener Schnalzer statt. Sie unterlegten die Schnalzweisen mit Musik und so entstanden verschiedene Rhythmen und Schlagkombinationen. Somit wandelte sich das Schnalzen vom landwirtschaftlich geprägten Verständigungsmittel zur anspruchsvollen und gemeinschaftlichen Gruppendarbietung.

 

Im November 1980 wurde der spontane Beschluss gefasst, in Prutting eine Schnalzergruppe ins Leben zu rufen. Damals traf man sich zu den Proben beim Kerer-Wirt. Nach anfänglichen Auftritten bei verschiedenen Vereinsveranstaltungen gehörten bald auch Auftritte bei umliegenden Schnalzergruppen und den alljährlichen Aktivenausflügen zum festen Programm.

 

Nach einigen Jahren Pause fasste eine Gruppen unserer Aktiven Buam im Herbst 2013 den Entschluss, das Schnalzen in Prutting wieder aufleben zu lassen. Hierzu erklärten sich zwei Mitlieder der ehemaligen Schnalzergruppe bereit, uns diesen alten Brauch beizubringen. Nach eineinhalb Jahren der wöchentlichen Proben konnten wir unser Können erstmals beim Seefest 2015 unter großem Applaus zur Schau stellen. Hierzu gesellten sich bald Auftritte bei Fußballspielen (Rosenheim – FC Bayern München), auf der Oidn Wiesn in München, diversen Schnalzertreffen und verschiedenen Veranstaltungen im Pruttinger Dorfleben. Zukünftiger Höhepunkt ist natürlich unser Gaufest nächstes Jahr im Juli. Im Moment zählt unsere Gruppe 12 aktive Schnalzer.

 

Die Goaßl ist ein ca. 1,20 m langer ummantelter Fiberglasstab, der zur spitze hin an Durchmesser abnimmt. An der Spitze befestigt ist ein in der Länge variierender Hanfstrick. Am Ende des Strickes befindet sich die sogenannte „Schmitzn“, eine rund 1mm dicke, am Ende ausgefranste Schnur. Sie ist für den Knall ausschlaggebend, der entsteht, wenn die Schmitzn die Schallmauer (mindestens 1.000 km/h) durchbricht. Hierzu wird die Goaßl im Idealfall in einer liegenden Acht vor dem Körper geschwungen. Eine Handelsübliche Goaßl gibt es in kompletter Ausstattung bereits ab 35,- €.

 

Bei Interesse oder Terminanfragen ist unser Ansprechpartner: Mane Pistel, Tel. 0160/93830287.